Ausgerechnet zu Weihnachten

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fällt es mir auf: Seit drei Jahren feiere ich den Heiligen Abend an einem anderen Ort.

Mein kleiner Weihnachtsbaum2014 feierte ich Weihnachten noch in meiner eigenen Wohnung in der Friedenfelser Straße…, 2015 befand ich mich zu Heilig Abend in der Intensiv-WG „Best Home“ im Tempelhofer Damm, und in diesem Jahr war die Intensiv-WG „Kleeblatt“ im Forddamm 6-8 mein Zuhause am Weihnachtsabend.

Mal ganz davon abgesehen, dass sich alle drei Orte in einem Stadtbezirk  (Tempelhof-Schöneberg) befinden, gab es noch eine Gemeinsamkeit: Die WG’s waren stets dann da, wenn sie gebraucht wurden.

Als ich damals wegen einer Lungenentzündung im Krankenhaus war, und feststand, dass ich nicht mehr alleine leben konnte, da war die WG „Best Home“ bzw. deren Leiterin da, die mich trotz ungeklärter Finanzierung damals großzügig aufnahm.

Und als nach einem Jahr die Bedingungen schwieriger wurden (durch den Verkauf der WG) war wieder die neue WG „Kleeblatt“ wie von Zauberhand da, die mich in dieser Situation aufnahm.

Wie schon der Spruch besagt:

Wenn eine Tür sich schließt, öffnet sich eine andere.

Allerdings hoffe ich, dass ich noch lange hier im „Kleeblatt“ Weihnachten feiern kann, denn es gefällt mir hier sehr gut.

WG--Kleeblatt

 

Fragen und Antworten (XIX)

© günther gumhold  / pixelio.de

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Flaschenpost Fragen Nr. 59 bis 65 von Windlicht

 59. Was ist deine liebenswürdigste Marotte?

Oh. Zwei Marotten sind es mindestens, die aber beide eng miteinander verknüpft sind.
Ich rede mit den Dingen um mich herum. Ich bedanke mich oft zum Beispiel beim Mixer oder bei der Kaffeemaschine „Karlinchen“…, habe schon mal eine ‚Ansprache‘ für alle Küchengeräte gehalten…, wechsele meine Mittagsteller, damit die anderen nicht traurig sind…, und manchmal versammeln sich die Wesen der Dinge abends in meinem Bett…, und ich verabschiede mich liebevoll von Dingen, die kaputt gegangen sind…
Ich glaube einfach, dass alle Dinge auch irgendwie leben, selbst wenn wir das kaum fühlen können.

Mein Kuschelhase: Er liegt immer in meinem Bett. Zwar kuschel ich nicht jeden Abend mit ihm, aber ich achte immer darauf, dass er es bequem hat. Inzwischen hat er häufig sein eigenes „Bettchen“, aber ich achte immer darauf, dass er, wie unordentlich das Bett auch aussehen mag, er einen schönen bequemen Platz hat.

60. Und worin liegt deine größte Schwäche?

Ich glaube, es geht mir wie vielen Menschen. Bestimmte Worte kann ich nicht aussprechen. Zum Beispiel fällt mir das Wort „Nein“ sehr schwer zu sagen.
Ein Grund dafür war sicher mein Ansinnen, andere Menschen nicht verletzen. Deswegen nahm ich lieber in Kauf dem anderen einen Wunsch zu erfüllen und mir damit nicht gut zu tun, als „Nein“ zu sagen. Die Schwierigkeit war nur, dass der Andere dies meistens merkte, und ich ihn damit mehr verletzt habe, als ein ehrliches „Nein“ es getan hätte. Deswegen trauer ich mich heute schon entschieden öfter auch „Nein“ zu sagen.

61. Wie viele Jahre schreibst du schon Briefe auf deiner Schreibmaschine?

Oh, Schreibmaschine schreibe ich schon sehr lange. Meine Eltern hatten da so eine kleine Reiseschreibmaschine, die mein Bruder und ich sehr bald entdeckt haben. Und so schrieb ich schon sehr zeitig damit. Auch Briefe… Ich würde mal sagen seit ich 12 oder 13 Jahre alt war.

Damals schrieb ich auch erste kleine Geschichten – angesteckt von meinem Bruder, der nach meiner Meinung noch besser schreibt als ich…

62. Ich frage mich, wer du bist. Wer bist du?

Oh je, was für eine Frage. Ich bin ein Mensch, männlich, mit einigen Stärken, Schwächen, Besonderheiten, Macken… einfach liebenswert! Wie du auch!

63. Meinst du, du wirst mir ein paar meiner Fragen beantworten?

Ich glaube, ich habe „einige“ deiner Fragen beantwortet, oder?

64. Oder ist das in etwa so wahrscheinlich, wie dreimal an einem Tag eine Flaschenpost des gleichen Absenders zu finden?

Dreimal an einem Tag eine Flaschenpost zu finden erscheint mir sehr viel unwahrscheinlicher.

65. Und jetzt sei ehrlich: Ist das nicht völlig absurd?

Völlig absurd fand ich die Fragen der Flaschenpost überhaupt nicht. Ich empfand sie total schön, um mal das eine oder andere aus meinem Leben zu erzählen.

Ich danke dir sehr für diese kreativen Fragen, die auch mir geholfen haben, mich ein bisschen besser zu verstehen.

Liebes Windlicht, irgendwie haben wir uns aus den Augen verloren. Aber wenn du es liest, oder jemand der dich kennt, vielleicht haben wir ja noch einmal eine Chance, unser damaliges Gespräch fortzusetzen. Mich würde es sehr freuen, von dir zu hören!

Ich wa(a)ge es erneut…

Die Blogpause hat sehr lange gedauert, in dieser Zeit ist aber auch sehr viel passiert. Darüber zu erzählen wird noch genügend Zeit sein…

ich-wage-es-erneutWas mich sehr verwundert hat war die Tatsache, dass sich in der Zwischenzeit immer mal wieder Leser als neue Abonnenten registriert haben.

Das war sicher auch ein Grund wieder neu zu beginnen. Und schließlich sind auch die Fragen aus der Flaschenpost immer noch nicht vollständig beantwortet. Aber das Projekt liegt mir nach wie vor sehr am Herzen, weshalb ich es gerne zu ende führen würde.

Ein bisschen Geduld noch, bald hören wir uns wieder…

So lange wünsche ich allen eine schöne Adventszeit…

Fragen und Antworten (XVIII)

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Flaschenpost

© günther gumhold / pixelio.de

Flaschenpost Fragen Nr. 51 bis 58 von Windlicht

51. Bist du traurig?

Manchmal bin ich auch traurig. Zum Beispiel wenn ich liebe Menschen loslassen muss…, wenn sich Wünsche nicht erfüllen…, sich Dinge in meinem Leben viel zu langsam ändern…, wenn ich unbeabsichtigt Menschen verletzt habe…, ich mich einsam fühle…, in meinem „Loch“ sitze…

Zum Glück dauern diese Zustände nur selten längere Zeit an. Trost ist allerdings für mich wenig hilfreich. Oft brauche ich dann meine „Höhle“, in die ich mich „verkriechen“ kann. Oder ich gehe hinaus in die Welt. Spazieren fahren, mit Bus oder Bahn unterwegs sein, anderen Menschen zusehen…, das hilft auch oft.

52. Was fehlt dir?

Meistens der Cent mehr in der Tasche/auf dem Konto als gerade gebraucht wird :).
Geduld…
Immer wieder Vertrauen, um meine Kontrolle loslassen zu können. Mir ist schon bewusst, dass ich weder die Kontrolle über mein Leben, noch über das, was geschieht habe, aber irgendwer in mir ist da ganz anderer Ansicht… Kontrolle ist so kraftraubend…

53. Was würdest du ändern, wenn du es könntest?

Für die Menschen wünsche ich mir, dass sie ihre eigene Liebe in ihren Herzen entdecken können, ihre Liebe zu sich selbst spüren können. Ich glaube erst dann sind wir wirklich in der Lage, die Welt, das Leben, die anderen Menschen…, mit unseren Herzen zu sehen.

Für mich: Ich hatte letztens – so völlig ohne irgendeinen erkennbaren Anlass – ein wunderschönes Gefühl. Ich fühlte mich total verliebt … in mein Leben. Das war so schön! Dieses Gefühl hätte ich gern sehr viel öfter…

54. Welche Geschichten kannst du deinen Enkeln erzählen?

Darüber habe ich noch nie nachgedacht. Ich bin auch nicht so gut im ‚ganz-spontan-Geschichten-erfinden‘. Vielleicht würde ich ein paar von meinen geschriebenen Geschichten erzählen. Oder mir dann doch neue ‚erfinden‘. Aber immer würden die Geschichten handeln von der Schönheit des Lebens und von der Liebe, aus der meine Enkel niemals ‚herausfallen‘ können, was auch immer geschieht.

55. Gibt es etwas, dass du nie gesagt hast, aber immer sagen wolltest?

Nein, gibt es nicht, glaube ich. Es war in der Vergangenheit schon so, dass ich manchmal etwas sagen wollte, was ich mich nicht getraut habe, weil ich wusste, dass es Schmerz bereiten würde. Aber irgendwann habe ich es dann doch gesagt. Damit habe ich ziemlich viel Mühe, einem anderen etwas zu sagen, was Schmerz zufügt…

56. Wann hast du das letzte Mal um Verzeihung gebeten?

Ach, es passiert manchmal, dass ich in einem Streit etwas sage, wofür ich am Ende um Verzeihung bitte. Das letzte Mal vielleicht vor 14 Tagen?

57. Und das letzte Mal selbst verziehen?

Ist auch noch nicht so lange her…

58. Was dich wohl leicht macht und was schwer?

libra9Schwer und starr macht mich vor allem Angst. Leider ist sie häufiger bei mir zu Gast.
Leicht macht mich Freude, Begeisterung, Liebe… Die auch immer wieder mal spürbar sind…
Und natürlich? wechselt es zwischen diesen Gefühlen hin und her. Mal überwiegt das Schwere, mal das Leichte… Wie auf einer Waage halt…
Ups – ich bin ja eine 😉

Demnächst geht es weiter…

Fragen und Antworten (XVII)

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Flaschenpost Fragen Nr. 46 bis 50 von Windlicht

46. Hast du viele Freunde?

Es ist schon merkwürdig. Ich sitze hier vor der Frage, und weiß im Grunde nicht so genau, was ich schreiben soll.
Freunde, mit denen ich ‚um die Häuser ziehe‘, mit denen ich ‚Pferde stehlen‘ könnte…, habe ich schon deswegen nicht, weil das mit den Pferden schwierig ist – es müssten ziemlich kleine sein. Aber Spaß beiseite.
Es gibt in meinem Leben einige Menschen, mit denen ich mich sehr verbunden fühle, mit denen ich gerne rede, die mich verstehen, und die ich ebenso gut verstehe, die ich gerne mag – und so betrachtet habe ich schon einige Freunde, wobei die meisten von ihnen Freundinnen sind…
Allerdings muss ich in diesem Zusammenhang auch gestehen, dass es manchmal Phasen gibt, in denen es mir schwer fällt Kontakte aufrecht zu erhalten…, wo ich mich zurück ziehe, wortlos bin, mich nicht melde…, wodurch schon einige freundschaftliche Verbindungen auseinander gegangen sind.
Es gibt aber auch einen Freund, mit dem mich schon eine sehr lange Freundschaft verbindet…

47. Gehst du gerne ins Kino?

Mhh, im Grunde schon, aber selten. Ich mag Kino, weil die Leinwand um so vieles größer ist als der Fernsehbildschirm, aber ich interessiere mich viel zu wenig dafür, was gerade gespielt wird.
Mit S-Bahn-fahren habe ich aber einen wunderbaren ‚Ersatz‘ gefunden…

48. Was treibst du hinter  deiner geschlossenen Wohnungstür?

Manchmal sogar Sport … zumeist vor allem dann, wenn meine Physiotherapeutin mich besucht.
Ansonsten (er)lebe ich hinter meiner geschlossenen Wohnungstür ein ziemlich schönes Dasein.

Höhepunkte dabei sind ganz eindeutig Besuche von lieben Menschen, wozu unbedingt meine Frau gehört, meine Helferinnen, Freunde, Bekannte…
Vor ein paar Wochen gab es aber auch eine Begegnung mit einer jungen Frau, an die ich mich liebend gerne erinnere… Ein Kontakt war lange gewünscht, ganz anders geplant, und dann kam sie ganz spontan für einen kurzen Moment zu mir zu Besuch…
Wir haben Kaffee getrunken, miteinander gelacht, geredet…, aber immer mehr glaube ich, dass die wirkliche Begegnung dazwischen stattfindet. Zwischen den Worten…, in der Stille, von der ich manchmal glaube sie mit Worten füllen zu müssen…, in den Augen-Blicken…, in dem, was wir in uns fühlen… Und so bleibt von diesem Besuch vor allem ein wunderschönes, liebevolles Gefühl…, und ein „Ja“ aus der Tiefe meiner Seele…

49. Bist du schon einmal auf einem Bein eine Treppe hinuntergehüpft?

Auf einem Bein wirklich noch nie, früher jedoch oft mit 4 (2 Beine + 2 Unterarmstützen), dafür aber in guten Zeiten auch mal zwei Stufen auf einmal.

50. Wann hast du das letzte Mal so sehr kichern müssen, dass du Tränen in den Augen hattest? Und worüber hast du gelacht?

Erinnern kann ich mich nicht, wann ich das letzte Mal Tränen in den Augen beim lachen hatte. Herzhaft gelacht habe ich erst am Montag auf Arbeit. Worüber weiß ich schon nicht mehr. Macht aber nichts, herrlich war es trotzdem!

 

Hier geht es weiter…

Fragen und Antworten (XVI)

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© günther gumhold  / pixelio.deFlaschenpost Frage Nr. 45 von Windlicht

45. Ich frage mich, ob du Hausschuhe trägst und wie du wohl lebst?

Zum ersten Teil der Frage muss ich sagen, dass ich keine Hausschuhe trage. Ich glaube, ich besitze noch nicht einmal mehr welche. Ebenso trage ich auch keine Pyjamas 😉 , irgendwie gehören die zu den Hausschuhen.

Wie ich lebe. Zunächst erst einmal: ganz allein, und durch IKEA-Regale auch in einer inzwischen sehr farbenfrohen Umgebung. Zwischen Engelfiguren, einigen Büchern, einem alten Schokoladenweihnachtsmann, vielen Lichtern und Uhren, einigen technischen Geräten, einem Sauerstofftank, meinem E-Piano „Claudius“…, residiere ich entweder von meinem königlichen Lieblings-Wohlfühlort (Bett) aus, oder bewege mich mit Hilfe von Luis, meinem fahrbaren Königsthron durch mein kleines Königreich. Weiterlesen

Fragen und Antworten (XV)

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© günther gumhold  / pixelio.deFlaschenpost Fragen Nr. 40 bis 44 von Windlicht

40. Gehst du auch manchmal spazieren?

Ja, ich gehe auch manchmal spazieren. Gestern war ich zwar einkaufen, aber auf dem Weg dorthin und zurück bin ich bewusst ganz langsam gefahren, habe mir meine Umgebung angeschaut, die Grünstreifen und Gärten mit den ersten blühenden Krokussen bewundert, mich von der Sonne wärmen lassen … es war einfach wunderbar.
KlosterteichAnsonsten gehe ich gern bei uns in der Nähe zum Klosterteich, spaziere dort entlang, dann noch ein Stück Feld-/Waldweg entlang, wo ich gern bei den großen Eichen stehen bleibe, ehe ich dann den Rückweg antrete. Weiterlesen

Fragen und Antworten (XIV)

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Flaschenpost

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Flaschenpost Fragen Nr. 37 bis 39 von Windlicht.

37. Wo willst du hin?

Ich bin auf dem Weg. Auf meinem Lebensweg. Wo ich herkomme ist mir bekannt – zumindest biologisch. Woher meine Seele kommt, weiß ich nicht sicher. Ebenso wenig weiß ich, wo sie hingeht, wenn sie denn irgendwo hingeht.
Wenn ich meine große Angst spüre, vor dem Ende meines Weges, dann könnte ich meinen, der Ort, zu dem diese Reise letztlich führt, müsste ein total schrecklicher sein – vielleicht das, was wir mit Hölle bezeichnen?!
Wenn ich lese, das Menschen, die Nahtoderlebnisse hatten, eine überwältigende Liebe am Ende des Tunnels spüren konnten, dann meine ich eher, dass die Reise ins Paradies geht. Weiterlesen

Fragen und Antworten (XIII)

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Flaschenpost Fragen Nr. 35 und 36 von Windlicht.

35. Was ist das Beste, das du jemals getan hast?

Auch lange darüber nachdenken hilft mir nicht wirklich, ich kann „das Beste, was ich jemals getan habe“ nicht finden. Es gab viele Dinge, die sich im Nachhinein als günstig erwiesen habe, und wieder andere, wo ich hätte gar nichts anderes tun können.  Manchmal hätte ich lieber anders gehandelt, aber zum damaligen Zeitpunkt konnte ich nicht anders reagieren. Ohnehin finde ich, dass wir immer nur auf Grund unserer Erfahrungen, unseres Wissens, unserer Gefühle, Grenzen und Möglichkeiten heraus handeln können. Woraus sich die beruhigende Tatsache ergibt, dass wir letztlich NIE wirklich falsch handeln konnten. Wir haben in jedem Fall die beste, uns zu diesem Zeitpunkt mögliche, Entscheidung getroffen. Weiterlesen